CINDERELLA – My fairy rights

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CINDERELLA – My fairy rights

Wir alle kennen das Märchen und fiebern mit Cinderella mit, wenn sie den Prinzen vom nahegelegenen Schloss kennenlernt und versucht aus dem anstrengenden Leben mit ihren Stiefschwestern zu entkommen, um auf den Ball im Schloss zu gehen. In diesem Theaterstück hat Cinderella jedoch keine magische Unterstützung und muss alle ihr bevorstehenden Hindernisse selbst überwinden, Lösungen finden und kann entscheiden, wie sie ihr Leben führen will.

„Cinderella – My fairy rights“ ist ein Theaterstück für Kinder, Familien und alle die sich von einem kritischen Standpunkt mit Geschlechterrollen und Machtstrukturen in klassischen Märchenerzählungen auseinandersetzen wollen. Diese basieren darauf, dass weibliche Hauptfiguren Herausforderungen nur mit Hilfe von guten Feen, liebenswürdigen Tieren oder Traumprinzen bewältigen können. Um diese traditionellen Geschlechterrollen zu hinterfragen, wird in der Performance die Frage gestellt: Was passiert, wenn all diese magischen Hilfsmittel wegfallen? Wie begegnen die Heldinnen Problemen in einer Welt, in der Frauen normalerweise als machtlos und passiv dargestellt werden, die an ihrer Feuerstelle verharren und warten bis der Traumprinz sie errettet?

Auf der anderen Seite zeigt das Theaterstück auch, dass die Prinzen (also Jungen) nicht immer die besten und stärksten sein müssen, dass sie nicht unbedingt die Prinzessin retten, Drachen bekämpfen und Emotionen unterdrücken müssen.

Auf diesem Weg möchten wir Kindern (im Alter von 5-11 Jahren) auf eine witzige und feinfühlige Weise eine zeitgemäße Perspektive auf die Rollen von Frauen in der Gesellschaft vermitteln. Zusätzlich wollen wir Kindern das Theater als Alternative zu Kino, Fernsehen und Internet zeigen. Wir verwenden unterschiedliche Theatertechniken (wie physisches Theater, Puppentheater, Theater der Unterdrückten, commedia dell´arte, Clownerie, simultane Dramaturgie…), wodurch unser Theaterstück erfrischend, humorvoll und abwechslungsreich wird.

Simultane Dramaturgie ist eine Technik des Theaters der Unterdrückten, das die klassische Teilung von SchauspielerInnen und ZuschauerInnen aufbricht, um Personen aus dem Publikum direkt zu ermöglichen in die Geschichte des gezeigten Stücks einzugreifen, um die Handlung im Stück zu beeinflussen.

Somit können die ZuschauerInnen den Schauspielenden alternative Lösungen vorschlagen, die sich von den im Stück präsentierten unterscheiden. Die Schauspielenden improvisieren daraufhin das Vorgeschlagene. Die Kommunikation zwischen Publikum und Schauspielenden übernimmt in unserem Stück der/die MärchenerzählerIn. An bestimmten Stellen wird die Aufführung unterbrochen und die Kinder werden gefragt, wie die Situation der unterdrückten Heldin verbessert werden kann. Daraufhin werden die Schauspielenden die Szene neu improvisieren und den Vorschlag der Kinder mit einbauen.

“Cinderella – My fairy rights” involviert Kinder als zentrale AkteurInnen des Geschehens, da diese von Anfang an die Geschichte formen und das Ergebnis beeinflussen können. Dabei werden mögliche Zeitpunkte der Interventionen durch die Kinder vorsichtig ausgewählt, um unseren jungen Zuschauenden zu ermöglichen über die zentralen Themen der Aufführung zu reflektieren.

Ab Oktober 2018 werden wir „Cinderella – My fairy rights“ in Schulen und Kindergärten in Wien aufführen. Wir freuen uns über Ihr Interesse, das Stück auch bei Ihnen aufführen zu können.

Dauer des Stücks mit Interventionen ca. 1-1,5 Stunden

Hauptzielgruppe: Kinder im Alter von 4-11Jahren

Bei Fragen kontaktieren Sie uns gerne unter: office@tdu-wien.at

Fotos (C) Erik Skoliber

Mitwirken

Wir suchen für das Projekt „Cinderella – My Fairy Rights“ noch Darsteller_Innen bzw. Workshopleiter_Innen. Nähere Informationen findet ihr in der Ausschreibung.

Angebot für Masterarbeit: (IM MOMENT BITTE KEINE WEITEREN BEWERBUNGEN)

Für Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen (wie Bildungswissenschaften, Gender Studies, Internationale Entwicklung, Soziologie, Kultur- und Sozialanthropologie etc.) bieten wir an dieses Projekt wissenschaftlich zu begleiten und eine Masterarbeit darüber zu verfassen.

Überblick für interessierte Studierende:

  • Ihr könnt selbst das Thema der Arbeit festlegen und welche Fragestellungen ihr untersuchen wollt.
  • Wir unterstützen euch mit Hintergrundwissen, Methodik, Fragen zum Forschungsvorhaben etc.
  • Ihr forscht zu einem relevanten Thema, das angelernte Geschlechterrollen bei den Jüngsten aufzeigt.
  • Ihr tragt dazu bei, Wege zu finden diese Geschlechterrollen aufzubrechen und einen gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen.
  • Ihr verknüpft in eurem Projekt Theorie und Praxis.
  • Ihr könnt selbstständig arbeiten und werdet gleichzeitig von uns begleitet.
  • Ihr bekommt einen Einblick in die Arbeit eines Theatervereins, der sich mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen auseinandersetzt.
  • Es besteht die Möglichkeit das Masterarbeitsprojekt finanziell fördern zu lassen.

Studierende werden zu den Aufführungen kommen und eng mit dem TdU Wien zusammenarbeiten. Sie können innerhalb des Projekts je nach Studienfach ihr eigenes Forschungsinteresse genauer definieren und verwirklichen. Beispielsweise kann untersucht werden, was Kinder (im Alter von 5-11 Jahren) über Geschlechterrollen denken, welche sie davon verinnerlicht haben und wie sich dies äußert. Sowohl intersektionale Diskriminierung als auch pädagogische Zwecke könnten Thema sein. Außerdem kann erforscht werden, wie Themen mit Hilfe von partizipativem Theater bearbeitet und diskutiert werden können. Das Theater der Unterdrückten bietet Studierenden einen tiefen Einblick in die Arbeit mit partizipativem Theater, steht bei Fragen zu Forschungsvorhaben, Methodik etc. zur Seite und stellt Expertise und themenspezifische Literatur zur Verfügung.

Interessierte Studierende können sich an Linda Raule (Linda.raule@tdu-wien.at) wenden.

Weitere Informationen: www.tdu-wien.at

Presseinformation Cinderella