Medientheater

Vor knapp 50 Jahren entwickelte Augusto Boal mit dem Team des Arenatheaters in São Paulo (Brasilien) das Zeitungstheater. Das Zeitungstheater berücksichtigte bereits die Zweischneidigkeit der damaligen Medien. Einerseits als Herrschaftsinstrument (die Diktatur kontrollierte die Medien), andererseits als Widerstandswaffe (die Beeinflussung der Medien kann eine Revolution auslösen). Doch die Medien haben sich multipliziert. Radio gab es damals schon, Fernsehen kam hinzu und heute fungieren die sogenannten sozialen Medien als die raffiniertesten Herrschaftswerkeuge.

Welche Rolle kann das Theater der Unterdrücken im Umgang mit den modernen Medien spielen? Dafür braucht es auf jeden Fall kreative Ideen und Techniken, um sich mit den aktuellen Fragen auseinander zu setzen. In diesem Workshop wollen wir bestehende und neue Techniken be- und erarbeiten. Die Ergebnisse können sowohl in Österreich als auch darüber hinaus von AktivistInnen, JournalistInnen und weiteren Interessierten genutzt werden.

Das Programm besteht aus vielen adaptierten, neuen und noch neu zu erfindenden Übungen. Ziel des Programms ist es, die Herrschaftsinstrumentseite der Medien zu analysieren und die Widerstandswaffe zu laden.

Dauer: ein Wochenende