Was wäre, wenn Schüler:innen, Eltern und Lehrkräfte mehr Mitsprache bei der Gestaltung ihres Schulalltags hätten? Was würde ein neues Schüler:innenparlament beschließen: mehr Geld für die Klassen, mehr Ausflüge und gemeinsame Frühstücke oder Workshops zu Mehrsprachigkeit, Rassismus, Extremismus und Identität oder sogar alles davon?
Im Projekt Demokratieschule unterstützt das TdU Wien Schüler:innen dabei, demokratische Teilhabe an ihrer Schule zu stärken. Wir arbeiten dabei mit der Methode des Legislativen Theaters.
Ziel des Prozesses ist es, bestehende Regeln und ihr Zustandekommen transparent zu machen und neue Regeln gemeinsam, demokratisch und partizipativ zu erarbeiten. Nach einer Recherchephase mit Theaterworkshops in allen Klassen folgt eine intensive Projektwoche. Darin entwickeln Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern ein Theaterstück, das Barrieren der Teilhabe sichtbar macht. Bei den Aufführungen vor allen Klassen erarbeitet das Publikum Vorschläge, wie die Schulgemeinschaft besser zusammenleben und -arbeiten kann. Im Frühjahr werden Ergebnisse und Veränderungen bei einem theatralen Demokratietag gefeiert.
Im Auftrag der Demokratieschule Wien und in Zusammenarbeit mit dem Projekt “Respekt.Gemeinsam.Stärker” des Vereins Wiener Jugendzentren hat das TdU Wien 2026 an der WMSi Kölblgasse den ersten Legislativen Theaterprozess Österreichs an einer Schule durchgeführt. 2027 startet das Projekt an einer zweiten Schule in Wien.
Hier geht es zum Podcast “Jugendarbeit wirkt”, in dem über unser Projekt an der WMSi Kölblgasse gesprochen wird.
Das Projekt wurde durchgeführt im Rahmes des Programmes „Demokratieschule Wien“ im Auftrag des Vereins Wiener Jugendzentren gefördert von der Stadt Wien, sowie vom Bundesministerium für Bildung im Rahmen des Programms „culture connected“.
Foto (c) Verein Wiener Jugendzentren

