Über uns

Gemeinsam wollen wir die Frage stellen, was ein gutes Leben ausmacht. Wir glauben, dass die Alternativen in unserer Welt schon existieren und nur geprobt werden wollen, um gelebt zu werden. Theater der Unterdrückten (TdU) ist für uns eine Methode, eigene und gesellschaftliche Realitäten zu reflektieren und unser Leben und die Gesellschaft aktiv zu gestalten, sowie andere dazu zu ermutigen.

Sophie Baumgartner (*1989, Sozialarbeiterin, Master of Science in Internationaler Entwicklung und Management) engagiert sich seit 2016 beim Verein TdU Wien als Schauspielerin, Theaterpädagogin und hinter den Kulissen. Mit den Methoden des Theater der Unterdrückten möchte sie benachteiligte Bevölkerungsgruppen ermächtigen Unterdrückungsmechanismen zu erkennen und sich diesen zu widersetzen. Als Sozialarbeiterin hat sie mit geflüchteten Erwachsenen und Jugendlichen und als Konfliktvermittlerin im öffentlichen Raum gearbeitet und sieht TdU als Möglichkeit den engen Rahmen der konventionellen Sozialarbeit zu überschreiten und Raum für politische Aktion, Erleben von Solidarität, sozialen Zusammenhalt und alternativen Handlungsweisen zu schaffen.

Magoa Hanke, Studium der Gender Studies. Lehrte und lernte an einer Zirkusschule, hält Theater-, Gruppen-Akrobatik- und Drag-Workshops sowie Kurse zu Sexualität, Geschlecht und Anti-Diskriminierung. Aktiv im Theater der Unterdrückten – Wien. https://www.magoa.eu/

Joschka Köck (*1990, partizipativer Theatermacher und Sozialwissenschafter) arbeitet seit 2012 im Theater der Unterdrückten Wien als selbstständiger Theaterpädagoge mit Methoden Augusto Boals und seines Forumtheaters, die er bei renommierten internationalen Praktizierenden erlernte (z.B. Birgit Fritz, Roberto Mazzini, Evan Hastings uvm.) Er gründete 2012 „Das ReflActiv“ mit und leitete die Gruppe über Jahre, Weitere TdU Projekte u.a. „Crossing Borders“ (2018) mit Jugendlichen aus einer polytechnischen Schule. Auch sonst als Community Theater Schaffender, z.B. für den Verein Experimentaltheater (Community Straßentheaterprojekt „Auf Achse“) tätig. Auch wissenschaftlich beschäftigt er sich mit politischer Kunst und Community Art: 2017 Master- Abschluss in Internationaler Entwicklung zum Aktionskunstkollektiv Zentrum für Politische Schönheit aus dekolonialer Perspektive, jetzt PhD Student zur Frage, inwieweit und was TdU zu sozialökologischer Transformation beitragen kann.

Linda Raule (*1991, partizipative Theatermacherin, Kultur- und Sozialwissenschaftlerin) arbeitet seit 2016 im Theater der Unterdrückten Wien als selbstständige Theaterpädagogin. 2016 Ausbildung als Schauspielerin bei der schauspielfabrik Berlin. Neben ihrem Studium des Masters der Internationalen Entwicklung an der Universität Wien mit genderkritischem Schwerpunkt und Fokus auf machtkritischer Bildungsarbeit, ist sie im Moment im sozialpädagogischen Bereich tätig und arbeitet mit Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichen Bereichen zusammen. Ihr letztes großes Theaterprojekt war „Crossing Borders“ in dem sie gemeinsam mit Jugendlichen ein Forumtheaterstück erarbeitete, aufführte sowie wissenschaftlich untersuchte. Besonders interessant ist für sie die Idee Kunst und Sozialwissenschaft zu verbinden und dadurch Menschen zum gemeinsamen Reflektieren und Handeln anzuregen.

Katharina Spanlang (*1990), Bachelor Internationale Entwicklung, Master Social Design. Ausbildung zur eingetragenen Mediatorin und arbeitete im Konfliktmanagement für eine internationale NGO. Die Theaterarbeit in all ihren Facetten begleitet sie seit 2012, wo sie ihr ein internationales Community-Theaterprojekt im Rahmen von Youth in Action organisierte. Aus-und Fortbildungen im Bereich von Inklusions-Arbeit, Art of Hosting, Partizipation, Dialogarbeit, Sucht-Prävention etc. folgten. Durch Reisen und Projekte in der Welt bändigt sie ihre Lust Neues zu erfahren und zu erleben, es folgten längere internationale Arbeits-, Forschungs- und Fortbildungsauftenthalte. Bisherige Theaterprojekte umfassten die Arbeit mit Schulen und Jugendzentren zu Themen wie Zivilcourage, Klassengemeinschaft, Konfliktlösung, etc. sowie Theaterprojekte mit jungen Geflüchteten, Begegnungsräume für neu Angekommene und schon lange hier lebende, Workshops für diverse Vereine, Konferenzen und Akademien.

Veronika Vitovec (*1989) studierte Physical Theatre an der Ecole Jacques Lecoq in Paris, Frankreich (2014-2016) und Psychologie an der Universität Wien (Mag.rer.nat). Seit Oktober 2016 ist sie im Verein Theater der Unterdrückten Wien tätig. 2017 arbeitete sie als freie Mitarbeiterin im Volkstheater Wien in der Abteilung Junges Volkstheater, wo sie das wöchentliche Training „Theaterglobus“ und einen Spielclub für junge Erwachsene anleitete. Sie arbeitet als Performerin, Theaterpädagogin, Regisseurin und Projektleiterin und setzt ihre Schwerpunkte auf partizipative Theaterprojekte und spartenübergreifende Projekte. Sie ist Mitbegründerin des sensorischen Theaterprojekts „Imaginario“. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit sind Clownerie und Körpertheater-Projekte an der Schnittstelle zum zeitgenössischen Zirkus.

Das ReflActiv ist eine Gruppe, die sich aus Lehrer_Innen, Sozialarbeiter_Innen, Schauspieler_Innen, Student_Innen, Sozialwissenschafter_Innen, Interessierten verschiedener Berufsgruppen und professionellen Theatermacher_Innen zusammensetzt und deren gemeinsames Anliegen es ist, gesellschaftspolitische und soziale Fragestellungen mit Theater-Methoden zu verhandeln. Wir wollen für Menschen Räume schaffen, in denen sie Konflikte mittels Theater diskutieren können. Spielerisch proben wir für die Realität und gestalten so unser Leben neu. Gemeinsam wollen wir Veränderungen schaffen und neue Perspektiven kennenlernen.

Erfahre mehr über Das ReflActiv.

Partizipation zu ermöglichen ist ein zentrales Anliegen in unseren Theaterprojekten und Workshops. Besucher_Innen unserer Theateraufführungen werden zu „SpectActors“, sie sind nicht bloß Zuseher_Innen, sondern eingeladen, aktiv zu werden. Wir verwenden Methoden des Theaters der Unterdrückten auch in Kombination mit anderen Methoden und Denkansätzen, z.B. Zirkusarbeit, Mediation, Sozialpädagogik/Soziale Arbeit und Globales Lernen.

Das TdU Wien ist Mitglied in der ARGE Forumtheater Österreich: www.argeforumtheater.at

Weitere Informationen zu aktuellen Projekten findet ihr unter www.tdu-wien.at/projekte .

EMILE ist eine Gruppe aus Lehramtsstudent_innen und Lehrer_innen, welche die unzähligen Möglichkeiten der theatralen Arbeitsweise im Unterricht auskosten wollen.